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Panzerkreuzer Potemkin

gepostet am 21. September 2026 · Volkskino

Originaltitel: Bronenossez Potjomkin
Regie: Sergei Eisenstein | 1925 | 70 min
Drama, Historie, Kriegsfilm, Stummfilm | UdSSR | ab 16 Jahren

Der Film zur 100 Jahrfeier des Volkskinos ist der gleiche wie zur Eröffnung 1926 und wie zur 65 Jahrfeier und dem Beginn des Alternativkinos 1991: PANZERKREUZER POTEMKIN (UdSSR 1925, R: S. Eisenstein). Er gilt als einer der ganz großen Klassiker der Filmgeschichte. Revolutionär in Inhalt und Form wurde
Panzerkreuzer Potemkin schon zu seiner Veröffentlichung von der Filmkritik weltweit gefeiert. Und auch die Klagenfurter Zeitung berichtet vom „beifallsfreudigen Publikum“, das den Film „lebhaft begrüßt“ hat.

Der Film selbst ist 1925 für ein historisches Jubiläum der damals noch jungen UdSSR hergestellt worden: dem 20. Jahrestag der Meuterei auf dem zaristischen Kriegsschiff Potemkin vor der Küste von Odessa als Teil der Russischen Revolution von 1905. Eisenstein und seine Drehbuchautorin (!) Nina Agadshanowa-Schutko erzählen die Geschichte nach den Prinzipien der klassischen Tragödie: Die Matrosen der Potemkin meutern aufgrund der menschenunwürdigen Zustände an Bord. Die Menschen von Odessa unterstützen die aufständischen Matrosen, werden aber in der berühmten „Treppenszene von Odessa“ brutal vom Zaren-Regime niedergeschossen. Doch am Ende verbrüdern sich die Potemkin und eine herannahende zaristische Kriegsflotte, was den unaufhaltsamen revolutionären Wandel demonstriert.
Allerdings hatte der Film nicht nur inhaltlich eine Revolution zum Thema, sondern war auch formal eine medientechnische Revolution seiner Zeit. So schreibt das Lexikon des internationalen Films: „Eine bis dahin unbekannte Rhythmik und Dynamik des Schnitts macht den Revolutionsfilm zu einem besonders eindringlichen Werk, das die Herrschenden und Beherrschten polemisch kontrastiert und den Zuschauer über den Weg der Emotionen zu politischen Erkenntnissen führen will. Nicht nur filmhistorisch, sondern auch als Lehrstück für filmische Agitation interessant.“

Aktuell steht Odessa wieder unter Beschuss! Und das vom ersten Tag der russischen Invasion an. Ein Krieg, angeführt von einem Präsidenten, der gezielt die imperiale Geschichte der russischen Zarenzeit nutzt, um einen völkerrechtswidrigen Überfall zu rechtfertigen.
Doch die emanzipatorische Lehre von Eisensteins Film bleibt: die Solidarität der Unterdrückten und das gemeinsame Handeln der Masse können autoritäre Herrschaften ins Wanken bringen.

Musikalisch begleitet wird PANZERKREUZER POTEMKIN vom Stummfilmmusiker Günter A. Buchwald gemeinsam mit den Absolvent:innen/Studierenden der GMPU Klagenfurt/ Celovec Grega Skaza (sax), Jan Istenič (drum) und Anudari Ulzibat (bass).

Hier gehts zum Film und zur Reservierung.